
Mit einem temporären Frühlingsmarkt zieht vom 6. März bis zum 4. April wieder Leben in das leerstehende Gebäude des ehemaligen SportScheck in der Wiesbadener Fußgängerzone ein. Das von der Stadt organisierte Pop up im Erdgeschoss Langgasse 5 bis 9 ist montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet und kombiniert regionalen Handel, Genussangebote und ein Programm aus Kultur und Mitmachaktionen.
Zwischennutzung als Instrument der Stadtentwicklung
Die Stadtverwaltung sieht in der Zwischennutzung ein Mittel, Leerstand sichtbar und nutzbar zu halten. Bürgermeisterin Christiane Hinninger betont, dass der Markt ein deutliches Signal für eine stärkere Aufenthaltsqualität im Zentrum setze und das Potenzial der Immobilie aufzeige. Baudezernent Andreas Kowol hebt hervor, dass solche Formate Start ups und jungen Unternehmen die Möglichkeit bieten, Konzepte in einem geschützten Rahmen zu erproben und so Perspektiven für eine dauerhafte Ansiedlung entstehen können.
Organisiert wird der Frühlingsmarkt vom städtischen Citymanagement in Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklungsgesellschaft als Eigentümerin der Immobilie. Citymanager Jens Ackermann verweist auf die Erfahrungen aus dem Adventsmarkt im Dezember, die als Ausgangspunkt für das erweiterte Angebot gedient haben. Die Rückmeldungen von Besuchern und umliegenden Händlern hätten gezeigt, dass kreative Zwischennutzungen zur Belebung der Innenstadt beitragen.
Angebot, Fläche und Rahmenprogramm
Die Veranstaltungsfläche wurde nach Angaben der Organisatoren erweitert: Durch das Entfernen einer früheren Schaufensterrückwand entstand eine breite Fensterfront, die den Markt stärker zur Fußgängerzone hin öffnet. Insgesamt beteiligen sich 32 Händlerinnen und Händler sowie zehn Winzer aus dem Rheingau. Die bisherige Vinothek zieht an die freigelegte Fensterfront, wo Besucher Weine verkosten und erwerben können. Ergänzt wird das Angebot durch eine kleine Auswahl an Speisen, Getränke und einen in den Außenraum hinein erweiterten Sitzbereich.
Zum Rahmenprogramm gehören regelmäßig stattfindende Veranstaltungen: jeden Donnerstag Afterwork bis 22 Uhr außer am Gründonnerstag 2. April, jeden Freitag offene Weinproben von 17 bis 19 Uhr und ein verkaufsoffener Sonntag am 22. März. Hinzu kommen Workshops und Aktionen wie Aquarellkurse, Keramikworkshops, Textildruck, Kinderschminken und Kinderbasteln. Die Teilnahmegebühren und Altersangaben variieren je nach Angebot; zu einzelnen Workshops ist eine Anmeldung möglich, bei vielen Aktionen ist auch spontane Teilnahme vorgesehen.
Ausblick und weitere Nutzung
Der Frühlingsmarkt ist Teil einer Reihe geplanter Zwischennutzungen für das Gebäude. Nach einer Umbauphase sollen von Mai bis Ende Oktober Projekte im Rahmen der World Design Capital gezeigt werden. Die Erfahrungen aus den temporären Formaten sollen laut Stadtverwaltung Hinweise liefern, wie eine langfristige Nutzung der Immobilie entwickelt werden kann.
Die Veranstalter laden Besucherinnen und Besucher ein, den Markt in einer kurzen Umfrage zu bewerten und Hinweise zur Weiterentwicklung zu geben. Der letzte Öffnungstag des Frühlingsmarkts ist Samstag 4. April.
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