Rüsselsheimer Feuerwehr 2025: Mehr als 1.100 Einsätze und ein Führungswechsel

Rüsselsheimer Feuerwehr 2025: Mehr als 1.100 Einsätze und ein Führungswechsel
Rüsselsheimer Feuerwehr 2025: Mehr als 1.100 Einsätze und ein Führungswechsel | Bild: Stadt Rüsselsheim am Main

Die Feuerwehr in Rüsselsheim ist im Jahr 2025 zu 1.108 Einsätzen ausgerückt. Für die Arbeit vor Ort standen 248 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte zur Verfügung. Bei mehreren Brandeinsätzen konnten Menschen aus gefährdeten Gebäuden gerettet werden, zudem wurde in der Jahreshauptversammlung ein personeller Wechsel an der Spitze angekündigt.

Einsätze und Rettungsmaßnahmen

Feuerwehrleiter Jörg Wintermeyer zog eine Bilanz des Jahres 2025 und bezeichnete das Zusammenwirken von Berufs- und Freiwilligenkräften als leistungsfähig. In mehreren Fällen gelang es der Feuerwehr, Menschen aus brennenden Wohngebäuden zu retten. Besonders hervorgehoben wurden 21 gerettete Personen aus einem Haus in der Lenbachstraße sowie vier gerettete Personen bei einem Wohnungsbrand in der Albert-Schweitzer-Straße.

Leitung, organisatorische Änderungen und Anerkennung

Oberbürgermeister Patrick Burghardt würdigte das Engagement der Einsatzkräfte und dankte sowohl Berufs- als auch Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Er hob die Arbeit des scheidenden Leiters Jörg Wintermeyer hervor, der im September nach 37 Jahren als hauptamtlicher Feuerwehrmann in den Ruhestand gehen wird. Unter Wintermeyers Leitung seien Aufgaben des Zivil- und Katastrophenschutzes in einer eigenen Abteilung zusammengeführt worden, zudem habe er Konzepte zur Kostenreduzierung eingebracht, die Einsparungen ermöglichen sollen, ohne die Ausstattung und Sicherheit zu beeinträchtigen. Als Nachfolger für die Leitung der Feuerwehr wurde Thorsten Fuchs vorgestellt. Auf dem Treffen berichteten außerdem der Feuerwehrsprecher Manuel Zwiehoff sowie Vertreter aus der Kinder und Jugendfeuerwehr und der Brandschutzerziehung über ihre Arbeit.

Jugendarbeit und Brandschutzerziehung

Die Jugendfeuerwehren verzeichneten 2025 insgesamt 80 aktive Jugendliche, davon 64 Jungen und 16 Mädchen. Fünf von ihnen wechselten bereits in die aktiven Einsatzabteilungen einer Freiwilligen Feuerwehr. Leonie Schlegel von der Freiwilligen Feuerwehr Haßloch übernahm die Aufgaben der Stadtjugendfeuerwehrwartin und ist die erste junge Frau in dieser Funktion.

Die Zahl der Mitglieder in der Kinderfeuerwehr stieg deutlich von 29 im Jahr 2024 auf 42 im Jahr 2025. Ein Kind wechselte inzwischen in die Jugendfeuerwehr. Zielgerichtete Angebote zur Brandschutzerziehung richten sich an Kinder im Kita und Grundschulalter. Dafür kommt unter anderem ein Gerätewagen mit einem Rauchhaus, einem Telefonkoffer und weiteren kindgerechten Materialien zum Einsatz. Insgesamt nutzten 30 Einrichtungen das Angebot der Brandschutzerziehung: 18 Kitas, neun Grundschulen und drei weiterführende Schulen. Zudem wurden 32 Wachbesuche von Kitas und Schulen durchgeführt. Beim bundesweiten Aktionstag Girls Day und Boys Day nutzten zehn Teilnehmerinnen im Alter von zwölf bis 16 Jahren die Gelegenheit, Einblicke in die Tätigkeiten der hauptamtlichen Kräfte zu gewinnen.

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Redaktion Kelsterbacher Blatt 93 Artikel
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